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Outlive

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von: Peter Attia gelesen und rezensiert: Sept-November 2025 Länger leben, besser leben. Das menschliche Leben ist endlich und weil das so ist, gibt es wahrscheinlich, seit es Menschen gibt, auch den Wunsch, das eigene Leben zu verlängern. Peter Attia geht in seinem Buch “Outlive” der Frage nach, was können wir tun, um nicht nur unsere Lebensspanne zu verlängern, sondern vor allem unsere gesunde Lebenszeit - schließlich wollen wir nicht nur länger leben, sondern wir wollen die Zeit auch gesund und aktiv verbringen. Und das ist nicht ganz so einfach, das erklärt auch den Umfang des Buches, das mit knapp 500 Seiten exklusive Literaturverzeichnis auch ein gewisses Maß an Lebenszeit in Anspruch nimmt.  Die 4 Apokalyptischen Reiter Was uns daran hindert, unser Lebensalter zu erhöhen und gleichzeitig unser gesundes Lebensalter, das sind die 4 apokalyptischen Reiter des Alterns: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II Diabetes, Krebs und neurodegenerative Erkrankungen. Daran sterben Menschen d...

Die Assistentin

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von: Caroline Wahl gelesen und rezensiert: November 2025 Ein viel diskutiertes Werk Caroline Wahl ist eine der Shooting-Stars der deutschen Literaturszene und ich habe mich nach “22 Bahnen” sehr auf ihr neuestes Werk “Die Assistentin” gefreut. Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal erwähnt habe, aber ich versuche mich - soweit möglich - von Informationen über Bücher, die ich lesen möchte, fernzuhalten, um einen unvoreingenommenen Blick auf das Werk zu bekommen. Wenn überhaupt, dann lese ich Kritiken oder Interpretationen, erst nachdem ich ein Buch gelesen habe. Ganz gelingt das selten, umso weniger, wenn es sich bei dem Buch eben um das Werk eines Shooting-Stars handelt. Ich wusste also ungefähr worum es geht und war gespannt, wie Wahl an das Thema herangehen würde. Ein Plot in 5 Sätzen Für alle, die den Plot nicht kennen, der lässt sich wirklich in aller Kürze nacherzählen. Charlotte, eine junge Frau, nimmt einen Job als Assistentin von einem Verleger in München an. Das wars auch sch...

Angststillstand

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von: Richard David Precht gelesen und rezensiert: Oktober / November 2025 created by: google gemini Ein neuer Essay in Buchform von Richard David Precht. Ähnlich wie “Das Jahrhundert der Toleranz” greift es ein Thema auf, das dem Autor augenscheinlich sehr am Herzen liegt. Diesmal geht es um die Meinungsfreiheit und die Frage, ob sie nach wie vor in dem Ausmaß vorhanden ist, wie sie eine liberale Demokratie, die auf einer deliberativen Öffentlichkeit basiert, braucht. Er schließt damit, zumindest fühlt es sich für mich so an, an das Buch “Die 4. Gewalt” an, das er mit Harald Welzer gemeinsam gemacht hat und für das er teils hart kritisiert wurde. Diesmal spannt er den Bogen allerdings noch ein bisschen weiter. Ging es in “Die 4. Gewalt” hauptsächlich um die Medienwirtschaft, so ist jetzt die Meinungsfreiheit ganz allgemein im Fokus. Und ich kann mein Urteil vorwegnehmen: Ich finde, es ist ein gutes Buch, zu einem guten Zeitpunkt.  Meinungsfreiheit - alles beim Alten? An der gesetzl...

Am Ende

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von: Jean-Remy von Matt gelesen und rezensiert: Oktober 2025 Wer auch immer mit Werbung zu tun hat - also nicht nur in der passiven, konsumierenden Rolle - kennt Jean-Remy von Matt. Seine Agentur, die er gemeinsam mit seinem Partner Holger Jung gegründet hat, ist Legende: Jung von Matt. In den vergangenen 30 Jahren hat diese Agentur die Werbebranche auf eine Art und Weise geprägt, die für den DACH-Raum einzigartig ist. Das war für mich der Anlass, einen Blick in das neueste Buch von Jean-Remy von Matt zu werfen, mit dem etwas traurigen Titel “Am Ende”. Erzählungen aus dem Leben eines Werbers “Am Ende” ist keine Autobiografie, kein Roman, keine Novelle, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, die aus dem Leben und Wirken von JRvM erzählen. Und es wäre kein Buch von ihm, wenn es keinen kreativen Zugang wählen würde. Dafür ist es wichtig zuerst einen Leitgedanken des Buches vorzustellen: Lege es weg, wenn es dir nichts mehr bringt. Da ich JRvM nicht kenne, möchte ich...

Das Museum der Unschuld

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von: Orhan Pamuk gelesen und rezensiert: September 2025 “Das Museum der Unschuld” ist das zweite Werk von Pamuk, an das ich mich heranwage und wie schon bei “Diese Fremdheit in mir”, habe ich auch zu diesem nur sehr schwer einen Zugang gefunden. In der Rezension zu “Diese Fremdheit in mir” habe ich davon geschrieben, dass es wichtig ist, sich auf das Buch einzulassen und sich davon mittragen zu lassen. Pamuk schreibt ausschweifend und teilweise sehr langatmig, weil er uns teilhaben lassen will, an der Stimmung und an so vielen Einzelheiten wie möglich. Als ich “Das Museum der Unschuld” zur Hand genommen habe, wusste ich also, worauf ich mich einlasse. Eine unerfüllbare Liebe? Wir sind im Istanbul der 1970er Jahre. Die Stadt schwankt zwischen Freiheitsliebe und religiösem Traditionalismus - auch 50 Jahre nach Atatürk. Das zeigt sich vor allem auch darin, dass Beziehungen zwischen Männern und Frauen noch sehr traditionell gelebt werden - wollen. Heißt nichts anderes als: Sex vor der Ehe ...

Über Menschen

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von: Juli Zeh gelesen und rezensiert: April 2025 Geschichten einer Zeit. Was für ein großartiges Buch ist das denn? Ich bin ja nicht so der Typ, der mit der Tür ins Haus fällt, aber in dem Fall kann ich nicht anders. Ich bin tief berührt auf eine Art und Weise, wie es mir bei einem Buch sehr lange nicht mehr passiert ist. Am Land ist alles schöner? Die Geschichte ist, ohne das in irgendeiner Form angriffig zu meinen, recht banal. Dora beschließt, aus einer dysfunktionalen Beziehung auszubrechen und zieht in ein Haus, dass sie sich gerade so kaufen konnte, nach Brandenburg. Ausschlaggebend für das Beziehungsende, wenn auch nicht entscheidend, war Corona, das in so vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen, auf Makro- wie auf Mikro-Ebene, als Brandbeschleuniger fungiert hat. Dora reicht es mit Robert, als er ihr anordnet, das Haus nicht mehr zu verlassen.  Aber schon davor hat Dora immer wieder Bläschen in sich aufsteigen gefühlt. Zehs Variante zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wen...

Der letzte Sessellift

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von: John Irving gelesen und rezensiert: Jänner / Februar 2025 Ein Meister des Erzählens Irving ist ein meisterhafter Erzähler, der mir bereits mit “Gottes Werk und Teufels Beitrag” begegnet ist. Und auch meine Reise mit “Der letzte Sessellift” begann schon lange bevor ich begonnen habe, das Buch zu lesen. Schon vor Monaten hatte ich das Buch, in der Buchhandlung meines Vertrauens, ein erstes Mal in der Hand und konnte mich nicht dazu durchringen, es zu kaufen. Einerseits war es der Umfang, der mich hat zögern lassen, andererseits war es, was ich auf dem Klappentext gelesen habe. Die Geschichte wirkte auf mich nicht besonders beeindruckend, jedenfalls nicht so beeindruckend, dass die Länge für mich gerechtfertigt gewesen wäre. In den Weihnachtsfeiertagen war ich allerdings auf Familienurlaub in Salzburg und hatte Zeit und irgendwie hat es sich richtig angefühlt, die Zeit für dieses Buch zu nutzen. Und das habe ich auch getan und weitere 4 Wochen danach. Dieses Buch zu lesen ist nicht e...