Das Museum der Unschuld
von: Orhan Pamuk gelesen und rezensiert: September 2025 “Das Museum der Unschuld” ist das zweite Werk von Pamuk, an das ich mich heranwage und wie schon bei “Diese Fremdheit in mir”, habe ich auch zu diesem nur sehr schwer einen Zugang gefunden. In der Rezension zu “Diese Fremdheit in mir” habe ich davon geschrieben, dass es wichtig ist, sich auf das Buch einzulassen und sich davon mittragen zu lassen. Pamuk schreibt ausschweifend und teilweise sehr langatmig, weil er uns teilhaben lassen will, an der Stimmung und an so vielen Einzelheiten wie möglich. Als ich “Das Museum der Unschuld” zur Hand genommen habe, wusste ich also, worauf ich mich einlasse. Eine unerfüllbare Liebe? Wir sind im Istanbul der 1970er Jahre. Die Stadt schwankt zwischen Freiheitsliebe und religiösem Traditionalismus - auch 50 Jahre nach Atatürk. Das zeigt sich vor allem auch darin, dass Beziehungen zwischen Männern und Frauen noch sehr traditionell gelebt werden - wollen. Heißt nichts anderes als: Sex vor der Ehe ...